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MPISF - Göttingen
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Spektroskopische Untersuchungen an flüssigen Oberflächen verdampfender Flüssigkeiten im HochvakuumMit Time-of-flight Messungen an verdampfenden Molekülen lassen sich in diesem Experiment Phänomene wie die Diffusion, Oberflächenanreicherungen oder etwa die energetischen Verhältnisse in der Oberfläche untersuchen. Mit Photoelektronenspektroskopie kann man zudem Dielektrizitätskonstanten oder den Vorgang der Solvatation in der Flüssigkeit studieren. Das zentrale Problem bei der Untersuchung der flüssigen Oberfläche besteht in ihrer Präparation. So muß man, um spektroskopieren zu können, eine frei zu erreichende Oberfläche anbieten. Die große Zahl verdampfender Moleküle würde im Normalfall jede Beobachtung unmöglich machen. Dieses Problem lößt man, in dem man die Größe der Oberfläche so wählt, dass sie der sogenannten Knudsenbedingung, lambda>d, gehorcht. Ist der charakteristische Durchmesser d der Quelle, hier der Oberfläche, kleiner als die mittlere freie Weglänge lambda im Gas, so spricht man von freier molekularer Verdampfung. Ist diese Bedingung erfüllt, sollte sich über der Oberfläche keine `Gaswolke` bilden, da die verdampfenden Moleküle keine weiteren Stöße erleiden. Durch geeignete Wahl der Experimentparameter kann die Knudsenbedingung erfüllt werden. Das bedeutet
Experiment + Ergebnisse:Photoelektronenspektroskopie an Lösungen:Diese äußeren Orbitale sind in viele Prozesse involviert. Durch die Kondensation und beim Lösungsvorgang sind die Moleküle verschiedenen Kräften unterworfen. Bindungen (van-der-Waals-, Wasserstoffbrücken- und Ionenbindungen) werden gebrochen und neu gebildet. Durch das umgebende Medium ändert sich unter anderem auch die Dielektrizitätskonstante vom Vakuumwert Epsilonv auf den effektiven Wert in der Flüssigkeit Epsilonunendlich oder Epsilon0. Infolge dessen ändern sich die Ionisierungsenergien der Molekülorbitale. Anhand der energetischen Verschiebungen im Photoelektronenspektrum lassen sich so Aussagen über Art und Stärke der intermolekularen Wechselwirkungen machen, die dem Molekül beim Kondensieren bzw. Lösen widerfahren. Abb.3a zeigt ein typisches Photoelektronenspektrum von reinem Wasser. Zu sehen sind die beiden Phasen gasförmig (g) und flüssig (fl). Das delta E beträgt bei reinem Wasser ca. 1,3 eV. Nicht zu vermeiden ist die hohe Zahl der Sekundärelektronen (sek), die aus Molekülorbitalen im inneren der Flüssig- keit stammen. Sie erfahren durch Wechselwirkungen mit der Flüssigkeit energetische Verluste und haben eine sehr breite energetische Verteilung, so daß sich ihr Ursprung nicht mehr lokalisieren läßt. Solvatisierte Halogenidionen aus gelösten Salzen können ebenfalls spektroskopiert werden. Abb.3b stellt ein PES einer 3-molaren Kaliumiodidlösung dar. Zu sehen ist hier ebenfalls die energetische Verschiebung durch die Dielektrizitätskonstante (=80) in der Flüssigkeit. Da das Ion in der Flüssigkeit Zeit hat zu relaxieren, wird der ionische Zustand abgesenkt und im Gegensatz zum neutralen Molkül in die andere Richtung energetisch verschoben. Als Detail zu erkennen ist die aufgelöste Feinstruktur des 2P-Zustandes des Halogenidions.
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